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Cloud & IT

Web Application Cyber Security

Web Application Firewall, Bot-Management und CDN schützen Webanwendungen gegen DDoS, Bots und Angriffe auf Anwendungsebene.

Überblick

Schutzschild für Ihre Webanwendung

Web Application Cyber Security umfasst alle Maßnahmen, die Webanwendungen während des laufenden Betriebs vor Angriffen und unbefugten Zugriffen schützen. Eine Web Application Firewall, Bot Management sowie Sicherheitsfunktionen eines Content Delivery Network (CDN) erkennen und blockieren schädliche Anfragen.

Angriffe aus dem Internet

Bedrohungslage

Öffentlich erreichbare Webanwendungen, die sensible Kundendaten verarbeiten, sind oft ein interessantes Ziel für Angreifer. Diese nutzen hochintelligente Scan-Tools um kompromitierbare Systeme automatisiert zu finden.

Eine Flut aus Anfragen überlastet die Anwendung, bis sie für echte Nutzer nicht mehr erreichbar ist. Kurze Ausfälle können bereits hohe Kosten und Reputationsschäden verursachen.

Automatisierte Bot-Netze testen erbeutete Zugangsdaten aus, greifen Inhalte massenhaft ab und missbrauchen Login- und Formularseiten.

SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS) und Cross-Site Request Forgery (CSRF) zielen auf Lücken in der Anwendung, um Daten auszulesen oder Code einzuschleusen.

Ungepatchte Software-Frameworks und Komponenten werden gezielt ausgenutzt. Für viele bekannte Lücken kursieren fertige Angriffswerkzeuge.

Web Application Cyber Security

Was eine WAF leistet

Web Application Firewall (WAF)

Eine Web Application Firewall (WAF) ist eine Schutzschicht für Webanwendungen, die zwischen Nutzer und Webserver sitzt. Sie überprüft eingehenden HTTP/HTTPS-Traffic mit dem Ziel, Angriffe auf Anwendungsebene zu erkennen und zu blockieren, bevor sie die eigentliche Anwendung erreichen.

Untersuchung und Abwehr eingehender Anfragen auf bekannte Angriffsmuster wie SQL-Injection, Cross-Site-Scripting (XSS) oder Directory Traversal.

Zusätzlich zu bekannten Signaturen bewertet die WAF auffällige Strukturen und Verhaltensmuster, um auch neue Angriffe und abgewandelte Angriffsmethoden zu erkennen.

Wird eine Sicherheitslücke bekannt, können durch gezielte WAF-Regeln entsprechende Angriffe abgefangen und die Anwendung geschützt werden, bis der eigentliche Software-Patch eingespielt ist.

Eigene Regeln ermöglichen es, den Schutz gezielt auf bestimmte Domains, Pfade, Funktionen und besonders sensible Bereiche der Webanwendung abzustimmen.

Erkannte und blockierte Angriffe werden nachvollziehbar protokolliert, sodass Angriffsmuster, betroffene Bereiche und die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen ausgewertet werden können.

Gute Bots, schlechte Bots

Bot-Management

Ein großer Teil des Datenverkehrs im Web stammt von Bots. Manche sind erwünscht, andere übernehmen Konten, kopieren Inhalte oder versenden Spam. Bot-Management erkennt den Unterschied und reagiert entsprechend.

Bots erkennen

Anhand von Verhalten, technischen Merkmalen und Herkunft wird eingeordnet, ob eine Anfrage von einem Menschen, einem erwünschten Bot oder einem Angreifer stammt. Suchmaschinen-Crawler lassen sich dabei eindeutig verifizieren.

Abgestuft reagieren

Schädliche Bots werden blockiert oder gezielt ausgebremst. Zweifelsfälle bekommen eine Challenge, die ein Mensch beiläufig löst, ein Skript aber scheitern lässt. Erwünschte Bots passieren ungehindert.

Logins und Formulare schützen

Credential Stuffing lebt davon, tausende Zugangsdaten in kurzer Zeit durchzuprobieren. Bot-Management erkennt solche Muster am Login und stoppt die Serie, bevor Konten übernommen werden.

Erreichbar unter hoher Last

CDN & Caching

Ein Content Delivery Network (CDN) verteilt die Auslieferung einer Webanwendung auf viele Standorte und verkürzt so die Ladezeiten. Für die Sicherheit zählt vor allem der Verteilungseffekt: Angriffe treffen zuerst auf das große Netz des CDN und werden dort abgefangen, bevor sie den eigentlichen Server erreichen.

Eine Anfrageflut verteilt sich unter anderem auf das gesamte Netz des CDN und wird dort gefiltert. Die Kapazität vieler Standorte zusammen fängt Lastspitzen ab, die einen einzelnen Server sofort überfordern würden.

Häufig abgerufene Inhalte liegen im Cache der CDN-Standorte und werden direkt von dort ausgeliefert. Beim eigentlichen Server kommt nur ein Bruchteil der Anfragen an und bleibt dadurch auch unter Last reaktionsfähig.

Der gesamte Verkehr läuft über das CDN. Der Server, auf dem die Anwendung läuft, ist von außen nicht direkt erreichbar. Angreifer sehen nur das Netz davor und finden kein direktes Ziel für ihre Attacken.

Fällt der eigentliche Server einmal aus, liefert das CDN gecachte Inhalte weiter aus. Besucher merken von der Störung größtenteils nichts, und es bleibt Zeit, die Ursache zu beheben.

NIS-2

Wenn ein Angriff nach NIS-2 meldepflichtig wird

Seit dem 6. Dezember 2025 gelten nach dem neuen NIS-2-Umsetzungsgesetz für viele Unternehmen verbindliche Meldepflichten bei erheblichen Sicherheitsvorfällen. Ein DDoS-Angriff auf eine Webanwendung oder ein Daten-Leak kann ein meldepflichtiger Fall sein.

Was einen Vorfall meldepflichtig macht

Meldepflichtig wird ein Vorfall, wenn er erhebliche Folgen hat oder haben kann: Der Dienst fällt aus oder ist massiv gestört, es entsteht finanzieller Schaden, oder Dritte werden in Mitleidenschaft gezogen, etwa weil Kundendaten abfließen. Dann greifen gestaffelte Meldefristen an das BSI.

Was das für die Webanwendung bedeutet

Wer unter NIS-2 fällt, muss Angriffe auf seine Webanwendung erkennen, bewerten und fristgerecht melden können. Security-Lösungen wie WAF und Bot-Management leisten dabei doppelte Arbeit: Sie wehren Angriffe ab und protokollieren zugleich, was wann passiert ist. So lässt sich ein Vorfall schnell erkennen, einordnen und für die Meldung belegen.

Myra Security

Technologiepartner

Unser Partner: Myra Security GmbH

Bei der Absicherung von Webanwendungen arbeiten wir mit Myra Security zusammen, einem deutschen Cybersecurity-Anbieter. Die Myra-Plattform bietet alle relevanten Schutzfunktionen an und ist unter anderem nach ISO 27001 auf Basis von BSI IT-Grundschutz sowie BSI C5 zertifiziert. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Wunsch ausschließlich in Deutschland.

Sprechen wir über die Sicherheit Ihrer Anwendung

Im Erstgespräch schauen wir uns an, wo Ihre Webanwendung angreifbar ist und mit welchen Schutzmaßnahmen sich das Risiko sinnvoll senken lässt.